Der von hier

Bei der heutigen Abstimmung über die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare habe ich mit „nein“ gestimmt. Dabei geht es nicht darum, gleichgeschlechtlichen Partnerschaften etwas vorzuenthalten, sondern um mein Verständnis des Begriffes Ehe. Der Begriff der Ehe bezeichnet religions- und kulturgeschichtlich eindeutig die Verbindung von Mann und Frau. Das Bundesverfassungsgericht und auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte haben diese Definition bekräftigt und damit auch die besondere Schutzwürdigkeit der auf mögliche Nachkommen angelegten Ehe und Familie gemäß Artikel 6 GG gestärkt. Insoweit halte ich die Abstimmung über eine Änderung im BGB ohnehin für nicht verfassungsgemäß. Eine Öffnung der Ehe würde deshalb nach meiner Überzeugung also zunächst eine Grundgesetzänderung erforderlich machen. Das Mehrheitsvotum des Parlaments respektiere ich gleichwohl. Umgekehrt erhoffe ich mir aber auch Respekt für all diejenigen, die wie ich, eine andere Sichtweise vertreten. Der wechselseitige Respekt vor unterschiedlichen Auffassungen ist ein Grundprinzip unserer Demokratie, dem will ich auch weiterhin Rechnung tragen. Nur so ist gesellschaftlicher Frieden auf Dauer zu gewährleisten.

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