Der von hier

Fokus: Werte in unserer Gesellschaft

Auf einem Podium mit den anderen Direktkandidaten des Wahlkreises hatte ich am Abend des 5. Juli 2017 die Gelegenheit über Werte als Grundlage politischen Handelns zu sprechen. Eingeladen hatte die Katholische Hochschulgemeinde Edith Stein in die Lorettostraße 24, um sich einen Abend Zeit zu nehmen und über die Motivation für das politische Engagement zu reflektieren. Dieses Format nahm ich zum Anlass, um ganz zu Beginn auf die Fehlbarkeit des Menschen hinzuweisen. Daraus erwächst sowohl die Nachsichtigkeit im Umgang mit dem Gegenüber als auch die eigene Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen. In oftmals aufgeladenen politischen Debatten ist dies eine allzu häufig übersehene Tatsache.

Katholische Soziallehre, Föderalismus und Eigenverantwortung

Orientierung für mein politisches Handeln finde ich in der katholischen Soziallehre mit den drei Prinzipien der Personalität, der Solidarität und der Subsidiarität. Die Subsidiarität, also die politische Problemlösung auf der kleinstmöglichen Ebene, wird in Deutschland durch den Föderalismus realisiert. Die zunehmende Verlagerung von Kompetenzen von Landes- auf Bundesebene sehe ich dabei kritisch. Solidarität verstehe ich primär als Hilfe zur Selbsthilfe. Im nationalen ebenso wie im internationalen Kontext gilt es, Anreize für Eigeninitiative zu schaffen. Neben den drei genannten Prinzipien halte ich die Religionsfreiheit für einen zentralen Wert unserer Gesellschaft. Die Freiheit der Ausübung der Religion ist in Deutschland garantiert. Religionsfreiheit in globaler Perspektive bedeutet für mich aber auch Engagement für verfolgte Christen in anderen Ländern der Welt.

Die Umsetzung in konkreter Politik

Nach den Eingangsstatements führte uns die Diskussion durch ein breites Themenspektrum, angefangen bei der Abstimmung zur Ehe für alle über die Migrations- und Umweltpolitik, die Nachhaltigkeit politischen Handelns, bis hin zu Bildungsfragen.

In der Debatte über die Umwelt-, Nachhaltigkeit- und Migrationsfragen sehe ich in der Enzyklia Laudato Si von Papst Franziskus einen wichtigen Impuls für mein politisches Handeln. Wir leben in einer Welt und müssen uns dieser Verantwortung stellen. In meiner konkreten politischen Arbeit im Deutschen Bundestag konnte ich dabei sowohl im Umweltausschuss als auch im parlamentarischen Beirat für Nachhaltigkeit mitwirken. In der Umweltpolitik ist beispielweise die Reduktion von schädlichen Emissionen aufgrund des europäischen Emissionshandels in einen europäischen Kontext einzuordnen. Die nationale Nachhaltigkeitsagenda unterstütze ich mit voller Überzeugung und sehe sie als wichtigen Baustein verantwortlichen politischen Handelns. Auch zur politischen Lösung internationaler Migration trägt die Nachhaltigkeit unseres Handelns bei. Dabei sehe ich es als Aufgabe der Politik, eine Balance zwischen der notwendigen Hilfe und der langfristigen Tragfähigkeit zu finden. Die beeindruckende Leistung der Ehrenamtlichen soll dabei vom Staat gewürdigt und gefördert werden. Ehrenamt kann und soll den Staat dabei aber nicht ersetzen.

Christliche Werte in der Politik

Die Diskussion hat deutlich gemacht, dass politisches Handeln von Grundüberzeugungen und Werten geleitet wird. Besonders eindrücklich war für mich in diesem Zusammenhang auch die Konstituierung des 18. Deutschen Bundestages und der Gottesdienst zuvor in der St.-Hedwigs-Kathedrale in Berlin. Es nahmen Mitglieder aus allen Fraktionen teil und auch die Textsicherheit im Gesang war über Fraktionsgrenzen hinweg ausgeprägt. Diese im gesamtgesellschaftlichen Kontext überproportionale Religiosität der Abgeordneten war für mich ein bleibender Eindruck.

Den Bericht der Badischen Zeitung finden Sie hier.

Mit besten Grüßen

 

Ihr Matern von Marschall

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