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100 Jahre Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung

Ein Meilenstein deutscher Demokratiegeschichte 

Freiburg. Die beiden Bundestagsabgeordneten Matern von Marschall (CDU) und Peter Weiß (CDU) erinnerten am Samstag, 19. Januar an die Wahl zur verfassungsgebenden Weimarer Nationalversammlung vor 100 Jahren. Auf dem Freiburger Hauptfriedhof besuchten sie die Grabstätten der Zentrumspolitiker Constantin Fehrenbach und Joseph Wirth.

Gemeinsam mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern erinnerten die direktgewählten Bundestagsabgeordneten der Wahlkreise Freiburg und Emmendingen-Lahr an die Wurzeln parlamentarischer Demokratie in Deutschland. Die Gründung der Weimarer Republik war ein Meilenstein deutscher Demokratiegeschichte. Auch die badischen Zentrumsabgeordneten Constantin Fehrenbach und Joseph Wirth wirkten in der verfassungsgebenden Nationalversammlung vom 6. Februar 1919 bis zum 21. Mai 1920 mit. An ihren Grabstätten legten die Bundestagsabgeordnete Blumengestecke nieder. Auch Mitglieder der katholischen Studentenverbindung Hercynia, deren Mitglied Constantin Fehrenbach war, waren anwesend. Schon am Donnerstag, 17. Januar gedachte der Deutsche Bundestag dem im Zuge der Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung eingeführten Frauenwahlrecht. Matern von Marschall (CDU) und Peter Weiß (CDU) war es ein Anliegen, auch an die südbadischen Wegbereiter der Demokratie zu erinnern. Der direktgewählte Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Freiburg Matern von Marschall stellte dazu fest: „Auch die Demokratie braucht eine lebendige Tradition. Die Erinnerung gibt Orientierung und schafft Maßstäbe. Beides brauchen wir aktuell mehr denn je.“

Der gebürtige Freiburger Joseph Wirth begann seine politische Karriere im Alter von 32 Jahren als Stadtverordneter in Freiburg. Der Sohn eines Werksmeisters im katholischen Herder Verlag sollte elf Jahre später seinem badischen Landsmann und Parteifreund Constantin Fehrenbach in das Amt des Reichskanzlers folgen. In schwierigen politischen Zeiten mussten beide Politiker kontroverse Entscheidung im Zusammenhang mit der Erfüllung des Versailler Vertrages treffen und durchsetzen. Dennoch beschrieb der Zeitgenosse und politischer Weggefährte Wirths, Heinrich Hemmer, den Freiburger Zentrumspolitiker wie folgt: „Am Rednerpult steht eine frische, große Erscheinung, der man ansieht, dass sie das Leben mit dem rechten Tatsachensinn anpackt.“ Matern von Marschall wünschte sich in diesem Zusammenhang am Rande der Veranstaltung, dass sich möglichst viele Menschen, durch dieses Vorbild angespornt, in und für die Demokratie in Deutschland engagieren. „Der Wert der parlamentarischen Demokratie für unser Land kann am 100. Jahrestag der Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung nicht hoch genug bewertet werden.“, so der Freiburger Bundestagsabgeordnete. Besonders mit Blick auf die anstehenden Kommunal- und Europawahl hoffen die Abgeordneten Peter Weiß und Matern von Marschall, dass viele Bürgerinnen und Bürger Kraft und Mut finden, sich vor Ort im Sinne ihrer Mitbürger in die konkrete politische Arbeit einzubringen.

 

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