Der von hier

Den Oktober dieses Jahres verbrachte ich in unserer Hauptstadt Berlin, um im Abgeordnetenbüro von Herrn von Marschall Einblicke in die Arbeit im Deutschen Bundestag zu erhalten. Jeden Tag habe ich die unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht und mein Wissen aus dem Studium an der Staatswissenschaftlichen Fakultät in Erfurt um viele spannende Erkenntnisse erweitern können.

In der ersten Woche hatte ich das Glück, sogleich den Tag der Deutschen Einheit live in Berlin erleben zu können, was ein passender Start in meine Arbeit war. Diese spielte sich grundsätzlich erstmal im sogenannten Paul-Löbe-Haus ab, in dem sich neben Abgeordnetenbüros auch die Ausschusssäle befinden. Dort erledigte ich die Aufträge der Mitarbeiter und Herrn von Marschalls. Neben zwei Wahlkreiswochen erlebte ich zwei Sitzungswochen des Bundestags, daraus ergab sich eine Variation von Vor- und Nachbereitungen. Neben den Recherchen zu entwicklungs- und tagespolitischen Themen, der Bearbeitung von Wahlkreisanfragen und der Analyse von Gesetzesanträgen, durfte ich in Begleitung der Mitarbeiter auch die Ausschusssitzungen, die Debatten im Plenarsaal und viele andere Termine wahrnehmen, sodass die Arbeit tagtäglich etwas Neues bot.

Über das Praktikantenprogramm der CDU/CSU-Fraktion wurde auch eine Diskussionsrunde mit dem Gesundheitsminister Jens Spahn organisiert, bei dem wir über die Zukunft der Pflege sprachen und durch spezielle Fragen versuchten, Herrn Spahn auf die Probe zu stellen. Auch der Präsident des Deutschen Bundestages Wolfgang Schäuble, gebürtiger Freiburger und dienstältester Abgeordneter stellte sich bei einer weiteren Diskussionsrunde unseren Fragen, wobei er durch seine langjährige Erfahrung häufig den Verlauf vergangener Ereignisse beschrieb, um anhand dessen seine Lösungsvorschläge für die heutigen Probleme zu erklären.

Persönlich hat mich die Arbeit der Ausschüsse sehr interessiert, für den Ausschuss „Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ bekam ich einige Rechercheaufgaben und konnte auch durch die wöchentlichen Ausschusssitzungen, sowie durch Vorbereitungen darauf von der CDU/CSU-Fraktion eine neue Sicht auf weltpolitische Themen wie die Krise im Kamerun gewinnen. Meine Erkenntnisse aus einem entwicklungspolitischen Freiwilligendienst und meinem Studium der internationalen Beziehungen konnte ich hierbei einsetzen und ergänzen.

Die Ausschüsse besuchten außerdem einige hochrangige Gesprächspartner und Gäste aus Wirtschaft, Bildung und Politik sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Mich faszinierte neben der Arbeit der Simultanübersetzer auch, inwieweit die Ergebnisse aus diesen Beratungen später in den Gesetzgebungsprozess einflossen.

Ein Highlight waren auch die Besuche verschiedener Gruppen aus dem Wahlkreis, die bei einer Berlinfahrt unter anderem die Arbeit ihres Abgeordneten speziell und des Bundestags allgemein kennen lernten. Wir empfingen sowohl unterschiedliche Schulklassen, als auch eine Delegation von Kommunalpolitikern und besuchten beispielsweise gemeinsam das Bundeskanzleramt und staunten über die Ordnung und Disziplin im Verteidigungsministerium unter Frau von der Leyen.

Zu guter Letzt bleibt mir noch ein herzliches Dankeschön an alle Mitarbeiter und insbesondere an Herrn von Marschall für die ausgezeichnete Betreuung während dieser vier kurzweiligen Wochen in Berlin.

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