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Berlin/Neustadt/Breisach, den 21.01.2020  – Der Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Freiburg, Matern von Marschall, setzt in dieser Woche den Themenschwerpunkt auf die deutsch-französische Freundschaft. In verschiedenen Terminen möchte er die Vertiefung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit fördern.

Auftakt der Schwerpunktwoche machte die Teilnahme an der Jahrestagung des Deutsch-Französischen Jugendwerkes (DFJW), welche am 21.01.2020 in Berlin stattfand.  Hieran nahm Matern von Marschall als Vertreter des Deutschen Bundestages im Verwaltungsrat des DFJW teil.

Der Fokus der Veranstaltung lag dabei auf der Umsetzung des Aachener Vertrages. Aus Sicht des Freiburger Abgeordneten sollten alle Vorhaben des Vertrages aufeinander abgestimmt werden und möglichst effektiv und effizient zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit beitragen: „Wir stärken jetzt den Austausch für Jugendliche, die zu solchen Programmen bisher weniger Zugang hatten; das kann auch mit  Ausbildungsprogrammen verknüpft werden und über schon existierende Städtepartnerschaften laufen, die wir jetzt nochmals ausbauen“. Matern von Marschall sieht vor allem in handwerklichen Berufen Chancen: „Beim Handwerk können wir viel voneinander lernen und uns wechselseitig bereichern, etwa im Weinbau, in der Gastronomie oder im Bäckereihandwerk. Mit einem deutsch-französischen Zukunftswerk wollen wir außerdem gemeinsam Innovationen voranbringen, vor allem im Bereich nachhaltiger Entwicklung – da sollten wir führend werden.“

Die Jahrestagung des Jugendwerkes ist der Beginn in eine deutsch-französische Arbeitswoche, die von Marschall morgen im Ausschuss für grenzüberschreitende Zusammenarbeit fortsetzt, in dem er als Vertreter des Deutschen Bundestages in der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung entsandt wurde. Das Gremium tagt auf dem Hambacher Schloss im rheinland-pfälzischen Neustadt a.d. Weinstraße. Dabei wird es um konkrete Projekte der deutsch-französischen Zusammenarbeit, wie etwa den Wiederaufbau der Bahnstrecke Freiburg-Colmar, gehen.

Am Donnerstag geht es dann weiter im Wahlkreis Freiburg, unter anderem zu Gesprächen mit den Bürgermeistern von Breisach und Vogtsburg sowie einem Unternehmensbesuch. Dort soll u.a. über Probleme bei der Entsenderichtlinie, der so genannten A1-Bescheinigung, gesprochen werden.


Hintergrund: Mit dem Aachener Vertrag wurden mehrere Institutionen geschaffen, die den deutsch-französischen Zusammenhalt stärken sollen. Unter anderem ein deutsch-französisches Zukunftswerk und ein deutsch-französischer Bürgerfonds. Für das Zukunftswerk wurden im Bundeshaushalt 2020 11 Millionen Euro vom Deutschen Bundestag bewilligt. Damit soll die politische, ökologische und ökonomische Transformation vorangetrieben und wissenschaftlich begleitet werden. Der deutsch-französische Bürgerfonds soll Bürgerinitiativen sowie Städtepartnerschaften zwischen beiden Staaten fördern und unterstützen. Dazu hat der Bundestag 2,5 Millionen Euro im Bundeshaushalt 2020 bereitgestellt. Seit Jahresbeginn 2020 baut das DFJW den Bürgerfonds auf. Innerhalb einer Pilotphase von drei Jahren soll der Bürgerfonds dort etabliert und verwaltet werden.