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Matern von Marschall: „In 10 Jahren muss der Freiburger Hauptbahnhof barrierefrei sein. “ 

Vor der Podiumsdiskussion „Hauptbahnhof ohne Barrieren – Bahn und Politik stellen sich!“ im Konzerthaus Freiburg führte Gabrielle Hartmann von der Bürgerinitiative „Freiburg für alle“ die Bundestagsabgeordneten, Vertreter der Bahn und der Initiative „BoB“ (Barriefreier Bahnhof“) durch den Freiburger Hauptbahnhof. „So ein Rundgang weitet den Blick: es gibt am Freiburger Hauptbahnhof viel zu verbessern beim Thema Barrierefreiheit. Aufzüge zu den Gleisen für Rollstuhlfahrer sind da nur ein Teilaspekt. Wir müssen an Kinder und alte Menschen denken, an Radfahrer oder E-Biker, an Menschen die schlecht sehen oder hören; jeder hat ganz unterschiedliche Bedürfnisse, wenn es ums barrierefreie Bahnfahren geht“, betonte Matern von Marschall nach der Begehung. 

Die anschließende Diskussion im voll besetzten Tagungsraum des Konzerthauses zeigte vor allem eines: das große Engagement zahlreicher Bahnnutzer mit unterschiedlichen Anliegen, bewegt Politik und Bahn: Alle drei Bundestagsabgeordneten unterstützen fraktionsübergreifend die Initiative „BoB“.

Kritik am Bund, der angeblich nicht genug zur Finanzierung beitrage, entkräftete von Marschall: „In der aktuellen Finanzierungsvereinbarung (LuFV) 2015 – 2019 stellt der Bund der Bahn 20 Milliarden Euro zur Verfügung – so viel wie nie zuvor. Von diesem Geld können auch so genannte Ersatzinvestitionen bezahlt werden, wenn dadurch die die Qualität der Bahnhöfe nachweislich verbessert wird.“ 

Da der Freiburger Bahnhof rein formell wegen der freilich völlig unzulänglichen VAG Aufzüge zur Stadtbahn bereits als „barrierefrei“ eingestuft werden könnte, vergewisserte sich von Marschall nochmals bei Michael Groh, Leiter Regionalbereich Südwest der DB Station & Service AG, ob LuVF-Mittel für die geplanten neuen Aufzüge (Kosten: ca. 6 Mio Euro) im nördlichen Abschnitt des Bahnhofs auch tatsächlich abgerufen werden können. Michael Groh bestätigte, dass die Maßnahmen „in dieses Programm hineinpassen“. Auch auf die Nachfrage des Abgeordneten, ob eine Fertigstellung bis in 10 Jahren sichergestellt zeigte sich Groh optimistisch: „In einer Dekade definitiv“. 

Matern von Marschall machte abschließend deutlich: „Bei diesem wichtigen Projekt müssen alle an einem Strang ziehen. Ich erwarte daher auch von der Stadt Freiburg und der Landesregierung einen angemessenen Beitrag. Das sind wir Anke Dallmann und ihren Mitstreitern schuldig. “

 

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