Der von hier

Der Freiburger Schüler Jakob Ortmann ist für seine Online-Dokumentation zum Thema „Freiburger Kreis – akademischer Widerstand wird Thinktank Deutschlands“ mit dem zweiten Platz beim Wettbewerb Denkt@ag der Konrad Adenauer Stiftung ausgezeichnet worden. Der Freiburger CDU-Bundestagsabgeordnete Matern von Marschall ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit Norbert Lammert, Bundestagspräsident und Schirmherr des Wettbewerbs, dem 18-jährigen Schüler des Friedrich-Gymnasiums Freiburg, persönlich zu gratulieren. „Jakob Ortmann lässt in seinem Beitrag die Bedrohung der Freiburger Widerstandskämpfer atmosphärisch aufleben. Ich bin stolz, dass ein Freiburger Schüler – und das auch noch aus meiner alten Schule – diese Leistung erbringen kann. Ich hoffe, dass es viele junge Menschen wie ihn gibt.“, stellte von Marschall beeindruckt fest.

Der Schüler widmete seinen Beitrag dem Freiburger Kreis, einer Widerstandsgruppe von Akademikern, die sich zum oppositionellen Gesprächszirkel trafen. In Ihrer Denkschrift begründeten sie 1943 ein Recht zum Widerstand aus ihrer christlichen Gesinnung, dies unter stetiger Angst entdeckt zu werden. 1944 wurden die Mitglieder von der Gestapo verhaftet, einer zum Tode verurteilt. Eindrucksvoll wechseln sich in einem 23-minütigen Dokumentarfilm des erst 18-jährigen Schülers Bild- und Tondokumente der NS-Zeit und die Stimmen der Nachfahren der Widerstandskämpfer ab. Von Marschall verwies auf die große Bedeutung einer lebendigen Erinnerungskultur für die junge Generation.

„Es ist wichtig, dass wir uns heute daran erinnern, wie wertvoll unsere Demokratie und freiheitliche Grundordnung ist. Wir brauchen sie. Nach dem Krieg prägten die ehemaligen Mitglieder des Freiburger Kreises die freiheitliche Ordnung, die wir jetzt haben. Die Erinnerung daran, wie hart erkämpft diese Freiheiten sind, ist kostbar und Jakob hat einen Teil dazu beigetragen.“

Auf Initiative Roman Herzogs wurde der 27. Januar zum weltweiten Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Jährlich veranstaltet die Konrad Adenauer Stiftung aus diesem Anlass einen Jugendwettbewerb gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus, den Denkt@g.