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Am 18.08.2017 besuchte der Gesundheitsminister Nordrhein Westfalens, Karl- Josef Laumann den Bundestagsabgeordneten Matern von Marschall in seinem Wahlkreis. Stationen seines Besuches waren das Evangelische Stift Freiburg sowie die Helios Klinik in Breisach am Rhein.

Gesundheitsminister Laumann zu Gast im Evangelischen Stift

Die erste Station des Wahlkreisbesuches führte Matern von Marschall und Karl-Joseph Laumann in das Evangelische Stift Freiburg, um mit den Pflegekräften, Senioren und den Leitern des Pflegeheimes über die Zukunft der Pflege zu sprechen. Bevor die Veranstaltung startete, besichtigten von Marschall und Minister Laumann gemeinsam mit Hartmut von Schöning, Vorstand des evangelischen Stifts, Stellwände mit Forderungen der Mitarbeiter, die diese für den Aktionstag Pflege im Mai dieses Jahres vorbereitet hatten.

Hartmut von Schöning eröffnete danach die Veranstaltung mit einer kurzen Vorstellung von Minister Laumann und dem Abgeordneten Matern von Marschall.  Letzterer bedankte sich bei den Veranstaltern für die Möglichkeit des Besuchs und begrüßte ebenso den Minister herzlichst in seinem Wahlkreis. Schon einmal hatte Karl-Joseph Laumann den Wahlkreis 281 Freiburg besucht. Ebenso arbeiteten Laumann, damals noch Staatssekretär im Gesundheitsministerium, und von Marschall in den letzten Jahren schon gut zusammen. Matern von Marschall zeigte sich glücklich mit einem Experten im Bereich Gesundheit und Pflege in Freiburg  diese Veranstaltung durchführen zu dürfen.

Karl-Joesph Laumann zur Pflegereform

Karl-Joseph Laumann seinerseits, als Verantwortlicher der erfolgreichen Pflegereform stellte in seiner Rede dann den Patienten bzw. Pflegebedürftigen und deren Selbstbestimmtheit in den Fokus. „Die Menschen müssen dort wohnen dürfen, wo sie wohnen wollen“, so der Minister. In zahlreichen Gesprächen mit Pflegern und Bedürftigen kam er zur Erkenntnis, dass bei der ambulanten Versorgung die Pflegebedürftigen weit über 50% der Zeit tagsüber alleine sind, also ohne familiäre Aufsicht. Daher betonte Laumann stets, dass das Prinzip ambulant vor stationär kein förderungswürdiger Denkansatz ist.

Ein weiterer Schritt zur Förderung der Pflege in Deutschland war die Erhöhung der Pflegeversicherungsbeiträge um 20%, wovon die Hälfte der Versorgung von Demenzkranken zugutekommt. Diese Maßnahmen sind notwendig um unser System gerechter zu gestalten.

Jedoch steht Deutschland vor einer großen Herausforderung, denn in den nächsten Jahren wird die Anzahl an Pflegebedürftigen kontinuierlich um 2 bis 3 Prozent steigen. Um diese Herausforderung zu bewältigen ist Laumann jedoch gegen einen Sozialdienst in Form des ehemaligen Wehrdienstes, denn „wenn der Staat die Menschen zur Pflege zwingt, kann ich mir vorstellen wie diese Pflege ausfällt“, so Laumann. Der Schlüssel für ihn liegt hierbei in mehr Personal und mehr Geld für dieses, sowie der Einsatz der Familien. Das soziale Umfeld ist hierfür entscheidend, denn keine professionelle Arbeitskraft kann diese ersetzen.

In der häufig genannte Kritik bezüglich eines fairen Lohns sieht Laumann keine Aufgabe der Politik sondern, wie in einer sozialen Marktwirtschaft üblich, sondern als Aufgabe der Tarifpartner. Daher wünscht er sich eine professionelle Vertretung der Pflege. „Die Pflege muss ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen, genauso wie das Handwerk.“ Auch die Förderung der Attraktivität dieses Berufsbildes, wie etwa für Abiturienten, sieht der Minister in der Verantwortung einer Pflegekammer oder Interessensvertretung, durch höhere Bezahlungen sowie der Entwicklung von Professionen.

In der anschließenden Diskussionsrunde unterstrich der Minister seine bisherigen Ausführungen über die Stellung der sozialen Marktwirtschaft und derer Chancen und Möglichkeiten und berichtete, dass mit 125000 Auszubildenden in den Pflegeberufen eine Quote erreicht wurde, wie sie noch nie zuvor in der Bundesrepublik erreicht wurde. Auch deren Verdienst ist ein erwähnenswertes Attribut, denn sie verdienen oft doppelt so viel wie ihre Kollegen im Handwerk.

Die Veranstaltung endete schließlich mit einer kurzen Rede des Vorsitzenden Hartmut von Schöning, welcher sich für das Kommen bedankte und dem Bundestagskandidaten Matern von Marschall viel Glück für den Wahlkampf wünschte.

 

 

Zweite Station: Helios Klinik Breisach am Rhein

Nach der öffentlichen Veranstaltung in Breisach führte die Matern von Marschall und Karl-Joseph Laumann die nächste Station in die Helios Klinik in Breisach am Rhein. Zusammen mit Chefarzt Dr. med. Bernhard Walter, dem Geschäftsführer der Klinik, Herrn Julian Schwaller sowie der Pflegedienstleiterin Frau Jana Hegel wurde unter anderem über die Zukunft der Krankenhausfinanzierung, die Notfallversorgung von Patienten sowie die grenzüberschreitende medizinische Versorgung gesprochen.

Matern von Marschall betonte dabei, dass eine gute Versorgung der Patienten im Krankenhaus setzt genügend Personal voraus. Dabei zeigte er auf, dass das Bundeskabinett deshalb eine Regelung für eine Personaluntergrenze für die Pflege der Patienten auf den Weg gebracht hat. Danach werden die Deutsche Krankenhausgesellschaft und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung beauftragt, in Zusammenarbeit mit den Privatversicherern Untergrenzen in wichtigen Klinikbereichen festzulegen – etwa auf Intensivstationen oder bei Besetzungen im Nachtdienst.

Zudem hat die Bundesregierung für bessere Pflege in den Krankenhäusern bereits ein Pflegestellen-Förderprogramm aufgelegt. Für die Jahre 2016 bis 2018 gibt es dafür 660 Millionen Euro. Danach sollen jedes Jahr bis zu 330 Millionen Euro investiert werden. Der Pflegezuschlag wird ab 2019 um die Mittel des Pflegestellen-Förderprogramms ergänzt und damit von bisher 500 Millionen Euro auf bis zu 830 Millionen Euro pro Jahr anwachsen. Davon profitieren die Patienten, weil Krankenhäuser von dem erhöhten Zuschlag mehr Krankenpfleger einstellen können.

Die CDU-geführte Bundesregierung verbessert schließlich die Krankenhausstrukturen mit einer Milliarde Euro. Damit sollen sich Krankenhäuser stärker spezialisieren können, um Patienten noch besser helfen zu können.

Matern von Marschall dankte im Anschluss an die beiden Termine Herrn Minister Laumann für seinen Besuch und freute sich shcon auf die weitere Zusammenarbeit mit Karl-Joseph Laumann.

Breisach Helios Klinik II

       Breisach Helios Klinik