Der von hier

Anlässlich der 50-jährigen Arbeit der Welthungerhilfe in Mali kamen Experten aus unterschiedlichsten Institutionen und Regionen zusammen, um gemeinsam über die Zukunft Malis zu diskutieren.

Matern von Marschall, der gemeinsam mit einem parlamentarischen Kollegen die Veranstaltung als Schirmmherr begleitete, betonte schon in seiner Begrüßung, wie wichtig das deutsche und europäische Engagement in dem westafrikanischen Land ist. Dabei unterstrich er, gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Migrationsbewegungen, die bereits gemeinsam erzielten Erfolge in Mali, aber auch die Notwendigkeit von politischen Reformen, der Bekämpfung des Terrors und ganz besonders der Gewährleistung von Sicherheit und Ernährung für die dortige Bevölkerung.

Das im Nordwesten Afrikas liegende Mali ist mit 1,2 Millionen km² Fläche über dreimal so groß wie Deutschland. Auf Grund der großen Wüstenflächen allerdings fast nur im fruchtbaren Süden bewohnbar. Die fast 19 Millionen Einwohner umfassende Demokratie galt gerade nach der Revolution in den 90er Jahren als Hoffnungsträger in West-Afrika. Innerstaatliche Gruppenkonflikte, Terrorismus und die schwache Regierungsführung führten seit 2012 jedoch zu schwierigen sozial-politischen Verhältnissen im Land, die eine Unterstützung durch die UN und Europa erforderlich machten. Die westliche Entwicklungszusammenarbeit in Mali zielt dabei auf die Kooperation mit den vorhandenen Strukturen ab, um eine menschenwürdige Lebenssituation für die dortige Bevölkerung und  insbesondere den  Frieden vor Ort sichern zu können.  Als Mitglied des Entwicklungsausschusses des Deutschen Bundestags und Länderberichterstatter arbeitet Herr von Marschall dabei intensiv an der Verbesserung der Ernährungs-, Infrastruktur- und besonders der Sicherheitslage mit.

Die als Parlamentarisches Frühstück gestaltet Paneldiskussion, bot ein außergewöhnliches Forum zum offenen und länderübergreifenden Dialog, da die Gäste sowohl aus Deutschland, als auch aus Mali kamen. Neben Experten aus der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Mali, Vertretern des Auswärtigen Amtes, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie der Welthungerhilfe, durfte Herr von Marschall auch drei Gäste aus Mali begrüßen:

Frau Sy Kadiatou Sow konnte dabei als ehemalige Außen- und Bauministerin Malis, aber auch als eine der führenden Köpfe der Friedens- und Demokratiebewegung des Landes ihre umfangreichen politischen Analysen einbringen. Herr Elmehdi ag Wakina dagegen, der wichtiger Projektpartner in der malischen Welthungerhilfe ist, ließ aus seinen Erfahrungen und Sorgen in Bezug auf die Sicherstellungen der Nahrungsversorgung teilhaben. Herr Bassirou Diallo schließlich, als stellvertretender Landesdirektor der malischen Welthungerhilfe, betonte seine Bedenken in Bezug auf die aktuelle Sicherheitslage und bewies sehr mitreißend, welcher hohen Gefahr insbesondere die ländliche Bevölkerung täglich ausgesetzt ist. Außerordentlich dankbar zeigten sich die malischen Gäste dabei für die deutsche und europäische Unterstützung in diesen schwierigen Zeiten, ohne die inbesondere die Sicherheits-, Bildungs- und Gesundheitsversorgung nicht aufrecht erhalten werden könnte.

Bei der anschließenden engagierten Diskussion berieten die Anwesenden die starke Verwurzelung des demokratischen Willens in der malischen Bevölkerung, die hohe Belastung der Bevölkerung in der aktuellen Lage und die Art und Weise von politischen Reformen. Verbunden mit der Hoffnungen auf Veränderungen nach den anstehenden Wahlen in Mali  in diesem Jahr waren sich die Teilnehmer einig, dass es gemeinsam noch viel zu tun gibt.

Matern von Marschall dankt allen der teilweise weit angereisten Gäste für die sehr gelungene Veranstaltung!

Newsletter-Abo!

Möchten Sie mehr über meine Arbeit erfahren? Abonnieren Sie meinen monatlichen Newsletter und erhalten Sie die neuesten Nachrichten zuerst!

Folgen Sie mir